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🌿Wildkräuter Portrait: ☀️Giersch + Giersch - Pesto Rezept

  • Autorenbild: Annette
    Annette
  • 10. Apr. 2025
  • 2 Min. Lesezeit


Die wilde Schwester der Petersilie


Mit dem Giersch kündigt sich bei uns in der Natur der Frühling an – oft wird er als lästiges „Unkraut“ verkannt – doch der Giersch ist eigentlich sehr vielseitig!

Wer ihn einmal kennengelernt hat, entdeckt schnell: Dieses Wildkraut hat sehr viel zu bieten. Geschmacklich erinnert Giersch an Petersilie, Karotte und Sellerie – und genau deshalb ist er eine wunderbare Alternative zur klassischen Petersilie in der Küche.




🌱 Herkunft & Vorkommen



Giersch, auch als Geißfuß oder Zipperleinskraut bekannt, ist ein Wildkraut aus der Familie der Doldenblütler. Er ist in Europa heimisch und hat wenig Ansprüche an seine Umgebung. Er wächst überall dort, wo der Boden nährstoffreich, locker und feucht ist – besonders gern an schattigen Stellen im Garten, in Parks oder an Waldrändern.


Was Gärtner:innen oft verzweifeln lässt, freut Wildkräuter-Fans:

Giersch ist hartnäckig und vermehrt sich fleißig – sollte aber in Grenzen gehalten werden! Bei uns wächst er unter unserer alten Eiche und nicht direkt im Garten und so leben wir in freundlicher Nachbarschaft miteinander.




🍃 Vielseitig & würzig



Der Geschmack von Giersch ist frisch, und wie gesagt ein wenig erinnert er an Petersilie. Junge Blätter sind besonders mild und zart, perfekt für Salate, Smoothies oder eben:

als Wildkräuter-Pesto.


Giersch lässt sich roh oder gekocht verwenden – und passt hervorragend zu Zitrone, Knoblauch, Nüssen oder anderen Frühlingskräutern. Auch als Wildspinat-Ersatz wie die Brennnessel oder in Quiches macht er sich gut.




🥣 Giersch-Pesto mit Haselnüssen



Die wilde Alternative zum Petersilien-Pesto


Dieses Rezept ist im Grunde identisch mit dem Petersilien-Pesto – nur dass du die Petersilie durch frisch gepflückten, jungen Giersch ersetzt. So wird aus einem mediterranen Klassiker eine regionale Wildkräuter-Variante mit Charakter.



🌿 Zutaten:



  • 30 g junger Giersch (am besten frisch gepflückt)

  • 1–2 Knoblauchzehen

  • 15–20 g Haselnüsse (ich nehme sie geschält)

  • ½ Zitrone (Saft)

  • 50 ml Olivenöl

  • Meersalz




🥄 Zubereitung:



  1. Haselnüsse rösten: Im Ofen bei ca. 180 °C 5–8 Minuten rösten, dann in ein Tuch geben, abkühlen lassen und die Haut abreiben.

  2. Giersch vorbereiten: Junge Blätter waschen, abzupfen dann trocken tupfen und grob hacken. Mit etwas Salz im Mörser oder Mixer zerstoßen.

  3. Knoblauch dazugeben: Gemeinsam mit dem Giersch weiter zerkleinern.

  4. Zitrone einrühren: Den Saft der halben Zitrone dazugeben.

  5. Haselnüsse untermengen: Grob hacken und unter die Masse rühren.

  6. Olivenöl hinzufügen: Nach Gefühl und gewünschter Konsistenz einarbeiten.



Tipp: In einem sauberen Schraubglas, mit etwas Öl bedeckt, hält sich das Pesto im Kühlschrank ein paar Tage frisch.




🌼 Mein Fazit:



Giersch ist ein willkommenes Wildkraut im Frühling. Ich möchte ihn nicht mehr missen.

Und: Du kannst ihn ganz unkompliziert als Petersilien-Ersatz in vielen Rezepten verwenden – besonders im Pesto finde ich, zeigt er, was in ihm steckt.

Also: Rausgehen, ernten, mixen – und genießen!



ree





 
 
 

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