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Unsere freiwachsende Vogelschutzhecke

  • Autorenbild: Annette
    Annette
  • 25. Nov. 2024
  • 2 Min. Lesezeit
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Vor zwei Jahren haben wir bei uns eine freiwachsende Vogel- und Insektenhecke aus heimischen Gehölzen gepflanzt. Uns war es wichtig, dass die Pflanzen über viele Monate hinweg nicht nur Nahrung, sondern auch Lebensraum und Nistplätze bieten. Schon im Frühling sollen blühende Sträucher für die erste Nahrung für Insekten sorgen, während später im Jahr Beeren und Früchte Vögel und andere Tiere bis in den Winter hinein versorgen.


Wir haben die Sträucher auf einer Länge von etwa 20 Metern in zwei Reihen im Zickzack gepflanzt, um eine etwas breitere Hecke zu gestalten. Dabei haben wir unter anderem Feuerdorn, Schwarzer Holunder, Schlehe, Kornelkirsche, Berberitze, Hundsrose, Eingriffeliger und Zweigriffeliger Weißdorn sowie Sanddorn gepflanzt.


Damit unsere Hecke zu einem ökologischen Lebensraum wird, haben wir auch an die Übergänge gedacht. Unter den Sträuchern dürfen Wildkräuter wachsen, und solange der Boden noch nicht komplett bewachsen war, haben wir Blumenzwiebeln wie Wildtulpen und Krokusse gesteckt. Diese eignen sich wunderbar zum Verwildern und bieten bereits im Vorfrühling wichtige Nahrung für Insekten.


Abgestorbene Äste von Bäumen in der Nähe und Steine, die wir beim Pflanzen aus dem Erde geholt haben, sind direkt in die Hecke gewandert. Sie bieten Insekten, Igeln, Wiesel, Kröten, Spitzmäusen und anderen kleinen Bewohnern Schutz und Nahrung. Außerdem lassen wir an einigen Stellen Brennnesseln stehen – eine echte Kinderstube für die Raupen vieler Schmetterlingsarten.


Mittlerweile ist unsere Hecke richtig gut gewachsen. In diesem Jahr hat sie wunderschöne Früchte gebildet, die von den Tiere als Nahrungsangebot gerne angenommen werden. Für uns ist die Hecke jetzt im Herbst mit ihren schönen Früchten und ihrer bunten Farbvielfalt der Blätter sehr schön anzusehen und ein echter Hingucker.


Die Wiese rund um die Hecke mähen wir nur einmal im Jahr. Das Schnittgut bleibt liegen, und das Herbstlaub unter der Hecke dient als natürliche Mulchdecke. Diese schützt den Boden, versorgt die Sträucher mit Nährstoffen und wird mit der Zeit zu wertvollem Humus. Im Winter ist das Laub außerdem ein idealer Unterschlupf für viele Tiere, die dort unter anderem auch Schutz vor der Kälte finden.


Für uns ist unser Projekt Vogel- und Insektenschutzhecke ein Erfolg, den wir mit viel Zwitschern und Summen bestätigt bekommen. Wir finden es lohnt sich wirklich auch im kleinsten Garten eine Hecke oder eine Ecke mit vogel- und insektenfreundlichen Wildsträuchern zu bepflanzen.   



 
 
 

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